INTERLNK, INTERSVR

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Der Client

Unterkapitel: Statusinformationen Fernkopieren
Als Client wird jener PC bezeichnet, der auf die Laufwerke und die parallelen Schnittstellen des Servers zugreifen kann. Um einen PC als Client einsetzen zu können, muß die Konfigurationsdatei CONFIG.SYS geändert werden. Über eine DEVICE-Anweisung muß der Treiber INTERLNK.EXE installiert werden:
DEVICE[HIGH]=INTERLNK.EXE [/drives:n][/noprinter][/com[:][n|adresse]]
[/lpt[:][n|adresse]][/auto][/noscan][/low][/baud:rate][/v]
/drives:n
Für den Wert n muß die Anzahl der Laufwerke angegeben werden, auf die der Client auf dem Server zugreifen kann, wobei auch Diskettenlaufwerke zu berücksichtigen sind. Verfügt z.Bsp. der Server über zwei Diskettenlaufwerke und die logischen Laufwerke C: und D: auf einer Festplatte, müßte der Wert für n auf 4 gesetzt werden.
Wird /drives nicht angegegeben, überprüft INTERLNK den Server (wenn er bereits aktiv ist) und vergibt die Laufwerksbezeichnungen entsprechend den gefundenen Serverlaufwerken.
/noprinter
Durch diesen Schalter wird festgelegt, daß Druckeranschlüsse des Servers nicht auf den Client umgeleitet werden.
/com[:][n|adresse]
Mittels /com kann eine serielle Schnittstelle für den Datenaustausch definiert werden. Der Wert n gibt die Nummer der seriellen Schnittstelle an. An dieser Stelle kann auch die Port-Adresse der Schnittstelle angegeben werden. Wird kein Wert für n oder adresse gefunden, werden alle verfügbaren seriellen Schnittstellen überprüft; die parallelen Anschlüsse werden ignoriert.
Über diese Option kann der Client mit einem bestimmten Server verbunden werden, wenn mehrere Möglichkeiten bestehen.
/lpt[:][n|adresse]
Mittels /lpt kann eine parallele Schnittstelle für den Datenaustausch definiert werden. Der Wert n gibt die Nummer der parallelen Schnittstelle an. An dieser Stelle kann auch die Port-Adresse der Schnittstelle angegeben werden. Wird kein Wert für n oder adresse gefunden, werden alle verfügbaren parallelen Schnittstellen überprüft; die seriellen Anschlüsse werden ignoriert.
/auto
Über diese Option wird festgelegt, daß der Treiber-INTERLNK.EXE nur installiert wird, wenn zum Zeitpunkt des Starts des Clients ein Server bereits aktiv ist. Ohne /auto wird der Treiber immer installiert.
/noscan
Der Treiber INTERLNK.EXE wird installiert, aber es wird keine Verbindung zu einem bereits aktiven Server hergestellt. Dadurch wird die Möglichkeit geboten, nachträglich einzelne Laufwerke des Servers mit dem Client zu verbinden.
/low
Diese Option bewirkt, daß der Treiber in den konventionellen Arbeitsspeicher geladen wird. Ohne diese Angabe wird er im UMB-Bereich abgelegt, wenn dieser aktiviert ist.
/baud:rate
Über rate kann die maximale Übertragungsgeschwindigkeit (in Bits pro Sekunde) festgelegt werden. Mögliche Werte sind 9600, 19200, 38400, 57600 und 115200 (der letzte Wert ist auch die Voreinstellung).
/v
Dieser Schalter sollte angegeben werden, wenn bei einer seriellen Verbindung Probleme beim Zugriff auf Laufwerke oder Druckeranschlüsse auftreten.

Beim Start des Client-PCs wird dessen CONFIG.SYS bearbeitet und der Treiber INTERLNK.EXE installiert. Zu diesem Zeitpunkt werden vom Betriebssystem die Bezeichnungen für die Laufwerke des Servers reserviert. Um unser Beispiel fortzuführen, nehmen wir an, daß der Client über die Laufwerke A:, B: und C: verfügt. MS-DOS reserviert daher für die vier Laufwerke des Servers die Bezeichnungen D:, E:, F: und G:.
Aus dieser Aufstellung ergibt sich, daß der Client auf die Laufwerke A: bis D: des Servers über die Bezeichnungen D: bis G: zugreifen kann. Beachten Sie daß durch die Reservierung der Laufwerksbezeichnungen für den Server u.U. eine verschiebung anderer laufwerksbezeichnungen eintreten kann. Ist zum Zeitpunkt des Start des Client-PCs der Server noch nicht aktiviert, werden die Laufwerksbezeichner trotzdem reserviert und eine Nachricht ausgegeben, daß die Verbindung nicht hergestellt werden konnte (Verbindung nicht gesichert). Server Client
A: D:
B: E:
C: F:
D: G:
Wird der Server gestartet, während der Client bereits aktiv ist, muß die Verbindung manuell hergestellt werden, indem in der Kommandozeile des Client INTERLNK eingegeben wird. Das Programm überprüft alle möglichen Schnittstellen und stellt eine Verbindung her, wenn an einer von ihnen ein aktiver Server erkannt wird. Der Befehl INTERLNK kann am Client jederzeit ohne Argumente eingegeben werden, um den Status der Verbindung abzufragen.
Folgende Syntax ist zu beachten:
INTERLNK [clw[:]=[slw]:]
clw[:]
Eine freie Laufwerksbezeichnung des Client, der ein Laufwerk des Servers (slw:) zugewiesen wird.
slw[:]
Eine Bezeichnung eines Laufwerks des Servers, das auf den Client umgeleitet wird.

Durch diese Form des INTERLNK-Befehls ist es möglich einzelne Laufwerke, die bei der Installation des Treibers am Client reserviert wurde, zu aktivieren bzw. zu deaktivieren (wenn slw: nicht angegeben wird).
Wurde der Server vor dem Start des Clients aktiviert, wird beim Landen des Treibers INTERLNK.EXE auf dem Client die Verbindungen zum Server automatisch hergestellt.
Sind Client und Server ordnungsgemäß verbunden, können die neuen Laufwerke (die Laufwerke des Servers) wie die lokalen des Clients bearbeitet werden.

© Jürgen Richter
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